Google-Bewertungen: erhalten, beantworten und löschen lassen

Mehr Google-Bewertungen erhalten, ohne gegen die Regeln zu verstossen, auf negative Bewertungen antworten, gefälschte Bewertungen melden: der praktische Ratgeber mit den offiziellen Quellen.

6 Min. Lesezeit
Vitrine mit Gebäck in einer handwerklichen Bäckerei

Veröffentlicht am 10.02.2026 · Von Blaise Calinaud, Eazyclick. Jede Regel verweist auf ihre offizielle Quelle (Google).

Bevor sie ein Restaurant betreten, einen Sanitär anrufen oder beim Coiffeur einen Termin buchen, schauen die meisten Leute auf die Google-Bewertung. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie mehr Bewertungen erhalten, ohne gegen die Regeln zu verstossen, wie Sie antworten (vor allem auf schlechte) und was Sie tatsächlich löschen lassen können. Die zitierten Regeln stammen aus den Inhaltsrichtlinien von Google Maps und den Richtlinien für Online-Bewertungen.

Warum sind Google-Bewertungen so wichtig?

Google-Bewertungen erscheinen genau dann, wenn eine potenzielle Kundin oder ein potenzieller Kunde Sie vergleicht: in der Suche, in Google Maps und im Block mit den drei lokalen Unternehmen. Eine gute Note, eine Reihe aktueller Bewertungen und sorgfältige Antworten schaffen Vertrauen, noch bevor jemand Ihre Website besucht. Zudem zählen sie zu den Signalen für das lokale Ranking.

Google schreibt es in seiner Hilfe: Die Anzahl erhaltener Bewertungen gehört zur «Bekanntheit» eines Unternehmens, und «je mehr Rezensionen und positive Bewertungen Sie erhalten, desto weiter steigt Ihr Unternehmen im lokalen Ranking» (Google-Hilfe: lokales Ranking verbessern). Die Anzahl zählt, aber auch die Aktualität und Ihre Antworten: Ein Profil mit 4,7 und Bewertungen aus dieser Woche weckt mehr Vertrauen als eine 5,0 mit drei zwei Jahre alten Bewertungen.

Wie erhält man Google-Bewertungen?

Bitten Sie jede Kundin und jeden Kunden direkt nach einem gelungenen Erlebnis um eine Bewertung, mit einem direkten Link zu Ihrem Profil. Senden Sie diesen Link per E-Mail, SMS oder WhatsApp, drucken Sie ihn als QR-Code auf die Theke oder die Quittung und erinnern Sie mündlich daran. Regelmässigkeit zählt mehr als einzelne Aktionen: ein paar Bewertungen pro Woche sind besser als eine plötzliche Welle.

Die Schritte:

  1. Holen Sie sich Ihren Bewertungslink. Erstellen Sie in Ihrem Google-Unternehmensprofil den Link oder QR-Code, den Google zum Anfragen von Bewertungen anbietet (Google-Hilfe: Tipps für mehr Rezensionen).
  2. Wählen Sie den richtigen Moment. Nach der Lieferung, dem Termin oder dem Essen, nicht beim Bezahlen einer umstrittenen Rechnung.
  3. Fassen Sie sich kurz. Ein Satz, der Link, ein Dankeschön. Beispiel: «Vielen Dank für Ihren Besuch. Wenn Sie zwei Minuten Zeit haben, hilft uns Ihre Bewertung sehr: [Link].»
  4. Machen Sie ihn sichtbar. QR-Code auf der Theke, der Speisekarte oder der Quittung, Link in der E-Mail-Signatur, Hinweis auf der Rechnung.
  5. Fragen Sie alle. Nicht nur die Kundschaft, bei der Sie sicher sind, dass sie zufrieden ist (siehe unten).

Was ist verboten, um Bewertungen zu erhalten?

Google verbietet, im Gegenzug für eine Bewertung einen Vorteil anzubieten (Rabatt, Geschenk, Teilnahme an einem Wettbewerb), nur zufriedene Kundinnen und Kunden anzufragen oder von negativen Bewertungen abzuhalten, Bewertungen von Mitarbeitenden oder Angehörigen schreiben zu lassen und natürlich gefälschte Bewertungen zu kaufen. Solche Bewertungen können gelöscht und das Profil sanktioniert werden.

Die Richtlinien von Google Maps nennen ausdrücklich, «Vorteile (wie Zahlungen, Rabatte, kostenlose Produkte und/oder Dienstleistungen) im Austausch für das Verfassen einer Bewertung anzubieten», «vom Verfassen negativer Bewertungen abzuraten oder es zu verbieten oder selektiv positive Bewertungen anzufragen», sowie Bewertungen, die in einem Interessenkonflikt verfasst werden (aktuelle oder ehemalige Mitarbeitende, vertragliche Beziehung). Unternehmen wird zudem empfohlen, gefälschte Bewertungen zu vermeiden, zu entfernen und zu melden (Richtlinien für Online-Bewertungen).

Die praktische Folge: Filtern Sie Ihre Anfragen nicht. Ein System, das zuerst «Sind Sie zufrieden?» fragt und nur denjenigen Google anbietet, die mit Ja antworten, ist genau das, was Google eine selektive Anfrage nennt.

Wie antwortet man auf eine Google-Bewertung?

Antworten Sie auf alle Bewertungen, positive wie negative, innerhalb von 48 Stunden. Bedanken Sie sich bei einer positiven Bewertung namentlich und nennen Sie ein Detail. Bei einer negativen Bewertung bleiben Sie sachlich und höflich, anerkennen das Problem, erklären, was unternommen wurde, und bieten an, das Gespräch privat fortzusetzen. Ihre Antwort richtet sich vor allem an künftige Kundinnen und Kunden, die sie lesen werden.

Um zu antworten, öffnen Sie Ihr Unternehmensprofil, angemeldet mit dem Inhaberkonto, wählen «Rezensionen ansehen» und dann «Antworten» unter der Bewertung; die Antwort wird nach einer Prüfung durch Google im Namen des Unternehmens veröffentlicht (Google-Hilfe: Kundenrezensionen verwalten).

Drei Vorlagen zum Anpassen:

  • Positive Bewertung: «Danke, Sophie, für Ihre Rückmeldung zur Renovation Ihres Badezimmers. Das ganze Team freut sich, dass die Arbeiten termingerecht abgeschlossen wurden. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.»
  • Berechtigte negative Bewertung: «Guten Tag Marc, Sie haben recht: Ihre Bestellung wurde mit zwei Tagen Verspätung verschickt, und wir haben Sie nicht informiert. Wir haben unseren Versandprozess inzwischen angepasst. Könnten Sie uns an info@… schreiben, damit wir das in Ordnung bringen?»
  • Negative Bewertung, die Sie bestreiten: «Guten Tag, wir finden unter diesem Namen am angegebenen Datum weder einen Besuch noch eine Bestellung. Falls wir uns irren, schreiben Sie uns an info@…: Wir möchten verstehen, was passiert ist.»

Zu vermeiden: im Ärger antworten, persönliche Informationen über die Kundin oder den Kunden preisgeben, überall dieselbe Antwort kopieren oder in einer öffentlichen Antwort mit rechtlichen Schritten drohen.

Kann man eine Google-Bewertung löschen?

Sie können eine Bewertung, die eine Kundin oder ein Kunde hinterlassen hat, nicht selbst löschen. Sie können Google aber eine Bewertung melden, die gegen die Richtlinien verstösst: gefälschte Bewertung, Spam, Interessenkonflikt, hasserfüllte oder themenfremde Inhalte, persönliche Informationen. Google prüft sie und entfernt sie, wenn sie gegen die Richtlinien verstösst. Eine einfach negative, aber ehrliche Bewertung bleibt online.

Google sagt es unmissverständlich: «Melden Sie eine Rezension nicht nur deshalb, weil Sie nicht mit ihr einverstanden sind oder sie Ihnen nicht gefällt» (Google-Hilfe: unangemessene Rezension melden).

Das Vorgehen:

  1. Melden Sie die Bewertung in Ihrem Profil («Rezensionen ansehen», dann das Melden-Symbol neben der Bewertung) und wählen Sie den genauesten Grund.
  2. Verfolgen Sie den Status im Tool zur Verwaltung von Rezensionen von Google: «Entscheidung ausstehend», «Meldung geprüft – kein Richtlinienverstoss» oder «Eskaliert – Prüfen Sie Ihre E-Mails».
  3. Legen Sie einmal Einspruch ein, wenn die Bewertung online bleibt und Sie Anhaltspunkte haben (keine Spur der Person, Bewertung von einem Mitbewerber oder einem ehemaligen Mitarbeitenden): Das Tool bietet «Einspruch für berechtigte Rezensionen einlegen» an.
  4. Antworten Sie in der Zwischenzeit öffentlich, und zwar ruhig: Das lesen Ihre nächsten Kundinnen und Kunden.

Seien Sie vorsichtig bei Firmen, die gegen Bezahlung versprechen, «Ihre schlechten Bewertungen löschen zu lassen»: Sie haben keinen anderen Zugang zu diesem Formular als Sie.

Warum wird eine Google-Bewertung nicht angezeigt?

Eine Bewertung wird möglicherweise nicht angezeigt, weil die Spamfilter von Google sie zurückgehalten haben, weil sie gerade geprüft wird oder weil sie wegen eines Richtlinienverstosses entfernt wurde. Bewertungen, die gehäuft eintreffen, können von diesen Filtern zurückgehalten werden; Google veröffentlicht deren Kriterien nicht. Einen Knopf, um sie wieder erscheinen zu lassen, gibt es nicht.

Ein Grund mehr, regelmässig jede Kundin und jeden Kunden um eine Bewertung zu bitten, statt an der Theke eine eintägige Aktion zu starten.

Kann man Google-Bewertungen auf der eigenen Website anzeigen?

Ja. Google-Bewertungen auf Ihrer Website schaffen Vertrauen in dem Moment, in dem Besucherinnen und Besucher zögern, zum Beispiel neben dem Kontakt- oder Reservationsbutton. Nutzen Sie dafür ein Widget, das die echten Bewertungen mit ihren Verfassern zeigt, ohne nur die besten herauszupicken und den Rest zu verstecken, und geben Sie an, woher die Bewertungen stammen.

Unternehmen, die Bewertungen veröffentlichen, wird empfohlen, möglichst alle zu veröffentlichen, eine klare Bewertungsrichtlinie festzulegen und gesponserte Bewertungen zu kennzeichnen (Richtlinien für Online-Bewertungen). Das Modul Bewertungen & Referenzen zeigt Ihre synchronisierten Google-Bewertungen und Ihre Referenzen auf Ihrer Website an, in Ihrem Design, ohne Drittanbieter-Skript, das die Seite verlangsamt.

Wie verwaltet man Bewertungen, ohne die Abende damit zu verbringen?

Bündeln Sie Ihre Bewertungen in einer einzigen Ansicht, aktivieren Sie eine Benachrichtigung für jede Bewertung mit zwei Sternen oder weniger und automatisieren Sie die Bewertungsanfrage nach jeder Bestellung oder jedem Termin. Die Antworten behalten Sie selbst in der Hand, aber Sie entdecken eine schlechte Bewertung nicht mehr drei Wochen zu spät.

Genau das macht das Modul Lokale Reputation, verbunden mit Ihrem Google-Unternehmensprofil und dem Dashboard Ihrer Website:

  • eine Liste aller Ihrer Bewertungen, unbeantwortete schlechte Bewertungen zuerst, und eine Benachrichtigung, sobald eine Bewertung unter Ihren Schwellenwert fällt;
  • Antworten, die direkt in Ihrem Google-Profil veröffentlicht werden, aus derselben Ansicht;
  • eine Bewertungsanfrage, die nach jeder Bestellung oder jedem Termin automatisch an alle Kundinnen und Kunden geht, die zugestimmt haben, ohne Auswahl;
  • ein Register, das sicherstellt, dass dieselbe Person nie zweimal angefragt wird;
  • einen QR-Code für die Theke oder die Quittung.

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